Su-34

 

Wie leistungsfähig die Grundkonstruktion der Su-27 ist, sollte mittlerweile allgemein bekannt sein. Auch die Eignung zum Bodeneinsatz, wurde mit der Su-30 demonstriert. Einen reinrassigen Jagdbomber aber gab es bisher noch nicht. Diese Lücke füllt nun die Su-34 oder Su-27ib, wie sie auch oft genannt wird, auf. Die größte Neuerung ist die Front. Die beiden Piloten sitzen nebeneinander, und das Radar verbirgt sich unter einem eher ovalen Bug. 

Die Konstruktion mit den nebeneinander liegenden Sitzen entstand ursprünglich als Su-27KM-2, und sollte als

Trainingsversion für die Su-33 dienen. Wegen Finanzkürzungen wurde das Projekt aber gestrichen. Ursprünglich

sollte eine Version der Su-27UB zum Angriffsflugzeug der neuen Generation durch Einsatz von moderner

Avionik umgebaut werden, man entschloss sich aber aus Gründen der Flugsicherheit und der Einsatzwirksamkeit

für das Konzept der Su-27KM-2.

Da die Maschine in Bodennähe operieren sollte, konnte man auf den Einsatz von verstellbaren Lufteinlässen

verzichten und hier einiges an Gewicht einsparen. Die Startmasse stieg aber trotzdem auf 45t, was eine

Verstärkung des Fahrwerks bedingte. Der Erstflug war am 13.04.91.

Zwar ist die Maschine in ihrer Struktur verstärkt worden und ihre Hauptaufgabe ist der Bodenangriff, trotzdem ist sie aber noch sehr agil und auch im Luftkampf ein schwieriger Gegner.

Auch das Heck erhielt gegenüber der Su-27 eine Neuerung. Der weit über die beiden Saturn AL-31F hinausragende Heckkonus beinhaltet neben den beiden Bremsfallschirmen auch ein nach hinten gerichtetes Radar. Damit sollen Ziele auf Entfernungen bis 5 km aufgeklärt werden können und sogar Raketen darauf gelenkt werden können. Die Su-34 ist damit eines der wenigen Flugzeuge mit diesem Feature.

 

Cockpit
Die beiden Piloten sitzen auf nebeneinander angeordneten K-36DM Schleudersitzen. Die Instrumentierung besteht sowohl aus MFD's, als auch aus Analoginstrumenten. Der Pilot verfügt zusätzlich über ein HUD. Das Cockpit ist durch eine 17 mm starke Wanne aus Titan gepanzert und bietet so einen ausgezeichneten Schutz für die Besatzung. Bordküche und Toilette sind vorhanden. Die Kabine ist Druckbelüftet.

Avionik
Das sehr moderne B004 Radar verfügt über eine phasengesteuerte Gruppenantenne, ähnlich dem APG-77 der F-22. Es besitzt Luft-Luft und Luft-Boden Modi und kann auch zum Geländekonturflug verwendet werden. Die Erstellung von Radarkarten ist ebenfalls möglich. Radarwarnempfänger, Infrarotsensoren zur Entdeckung anfliegender Raketen und Laserwarner vervollständigen das Avionikpaket.

Bewaffnung
30-mm GSch-30-1 Bordkanone; diverse Luft-Boden und Luft-Luft Waffen

 

Die Su-34 entstand zwar in einer sehr schwierigen Zeit für das russische Militär, sie wird aber doch Einzug in die dortige Luftwaffe halten. Als Ersatz für die Su-24 Fencer wird sie in geringer Stückzahl in Dienst gestellt.

 

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