Su-25 Frogfoot

Die Su-25 ist die sowjetische Interpretation für ein Gefechtsfeldunterdrückungsflugzeug. Es blickt dabei auf eine stolze Ahnengalerie zurück, die im 2.WK mit der Il-2 begann. Verglichen mit der A-10 wirkt sie eher "normal" und weißt keinerlei hervorstechende äußere Merkmale auf. Die Su-25 stellt auch eher das kleine und extrem wendige Mehrzweckflugzeug dar, welches mit Unterschallgeschwindigkeit und einem vielseitigen Waffenspektrum auf dem Gefechtsfeld agiert dar, als den reinen, zwar endigen aber doch langsamen und relativ einseitigen Panzerknacker. Sie wurde zur Unterstützung der braven Bodentruppe erdacht und zu ihren Zielen zählen neben Panzern und Truppenansammlungen auch Hubschrauber und Flugzeuge. Letztere aber nur im Notfall, aber eine A-10 währe sicher ein gefundenes Fressen für die Frogfoot.

Das mit dem Entwurf von Erdkampfflugzeugen sehr erfahrene Konstruktionsbüro Suchoi begann 1971 mit den ersten Entwürfen und am 22.02.1975 hob der erste Prototyp, mit Wladimir Iljuschin am Steuer, erstmals vom Boden ab. Angetrieben wird die Su-25 von zwei R-95 Strahltriebwerken aus dem Hause Turmanski, welche rund 25 mehr Schub liefern als die beiden Mantelstromtriebwerke der A-10, sie verbrauchen aber auch mehr Treibstoff, können aber mit verschiedensten Arten befeuert werden, einschließlich Diesel und Benzin.

Sehr wichtig bei der Entwicklung war der Panzerschutz. Der Pilot sitzt in einer 2,5 cm dicken Wanne aus Titan und alle wichtigen Bordsysteme sind mit Panzerplatten gesichert. Da man in der Sowjetunion unter einem Feldflugplatz einen verwilderten Acker und nicht wie im Westen eine teilbefestigte Wiese versteht, erhielt die Su-25 ein extrem starkes Fahrwerk und sehr gute STOL-Eigenschaften. Mit voller Waffenladung benötigt sie nur 1/3 der Startstrecke der A-10. Sie kann außerdem ihre eigenen Wartungssysteme in vier Behältern unter den Tragflächen zu jeder beliebigen neuen Feldstellung mittransportieren. Dadurch ist eine sehr schnelle Verlegung möglich.

1979 wurden die ersten Serienmaschinen ausgeliefert und sofort für den Einsatz in Afghanistan klar gemacht. Die dort stationierten sowjetischen Truppen setzten die Su-25 mit großem Erfolg ein, es kam jedoch auch zum Verlust von 23 Maschinen, oder einer Maschine pro 2800 Flugstunden. Da sich die Su-25 als sehr empfindlich gegen die bodengestützten Redeye/Stinger erwies, wurden einige Änderungen vorgenommen. So wurde zuerst die Anzahl der Leuchtfackeln erhöht und später wurde ein zusätzliches Panzerschott zwischen den Triebwerken und eine Brandunterdrückungsanlage eingebaut. Nach diesen Modifikationen kam es zu keinen Totalverlusten durch die Redeye/Stinger mehr. Durch diese Modifikationen wurde die ganze Maschine aber auch schwerer und man ersetzte das R-95 Triebwerk fortan durch das R-195, welches 12,5 % mehr Schub entwickelt.

 

Cockpit
Das Cockpit ist ähnlich dem der anderen sowjetischen Jagdbombertypen. Die Instrumentierung besteht fast ausschließlich aus Analoginstrumenten, ein HUD ist vorhanden.

Avionik
Die Systeme beschränken sich auf einen Laserentfernungsmesser/Laserdetektor und eine Zielkamera, deren Bild auf einem Display im Cockpit dargestellt wird.

Bewaffnung
eine doppelläufige 30-mm Bordkanone, diverse Luft-Boden und IR-gelenkte Luft-Luft Waffen

 

Obwohl sich die Su-25 als ein hochwirksames Bodenangriffsflugzeug erwies, wurde sie nur in recht geringer Stückzahl hergestellt und auch ein Exporterfolg wollte sich nicht recht einstellen.

Versionen

Su-25 -Serienversion
Su-25BM -Zieldarsteller
-Absetzen von Zieldrohnen
Su-25K -Exportversion der Su-25
Su-25UB -Trainer mit Doppelcockpit
Su-25UBK -Exportversion der Su-25UB
Su-25T -zur Erprobung der Su-39 umgebaute Su-25UB

 

 

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