Mirage 2000

 

Im Jahre 1973 scheiterte in Frankreich das Projekt ACF (Avion de Combat Futur) aus finanziellen Gründen. Da man aber ein Mehrzweck-Kampfflugzeug benötigte, welches in den 80‘er Jahren die Mirage III, die Mirage F1 und die Jaguar aus dem aktiven Truppendienst lösen sollte, begann man an der Entwicklung eines weniger kostspieligen Flugzeugs zu arbeiten. Es sollte Geschwindigkeiten von Mach 2 in großen Höhen und Mach 1 in Bodennähe erreichen, FBW und ein modernes Radar sowie ein modular aufgebautes Triebwerk waren gefordert. Bei Dassault griff man auf die bewährte Deltatragwerkskonfiguration zurück.

Das zu Anfangs verbaute M53-2 Triebwerk entsprang dem ACF Programm, bis zur Serienfertigung wurde es aber noch zum M53-M5 weiter entwickelt. Der Erstflug des ersten Prototypen fand am 10.04.1976 statt. Probleme machte von Anfang an das Impuls-Dopplerradar RDI, welches von Rückschlägen während der Entwicklung begleitet wurde und bis zum Produktionsstart der Mirage 2000 nicht mehr fertig gestellt werden konnte. Als Ersatz nahm man das schon in der Mirage F1 eingesetzte „Cyrano 500“ und entwickelte daraus das RDM, mit dem ab 1982 die ersten Serienversionen ausgerüstet wurden. Ab der 38. Maschine standen dann ein neues Triebwerk und das RDI zur Verfügung. Da die ersten Maschinen für den Luftkampf optimiert waren, begann man als nächstes einen Nachfolger für die Mirage IVP als Träger der nuklearen Abstandswaffe ASMP zu entwickeln. Später wurden diese Maschinen auch zum Einsatz konventioneller Waffen ausgelegt. In ihrer neuesten Version ist die Mirage mit einem neuen Cockpit der Rafale und einem RDY Radargerät ausgerüstet.

Neben Frankreich setzten auch noch die VAE, Ägypten, Griechenland, Indien, Jordanien und Peru die Mirage 2000 ein.

 

Cockpit

Das Cockpit ist bis auf die Version Mirage 2000-5 konventionell ausgelegt und lediglich ein HUD und ein MFD unterbrechen das Allerlei aus analogen Instrumenten.

 

Avionik
Die ersten 37 Maschinen wurden als Notlösung mit dem RDM, einem Radar der APG-66 Klasse ausgerüstet. Später kam dann das RDI, welches mit dem APG-63 verglichen werden kann. Bei den Bodenangriffsversionen wurde das Radar Antilope 5 verbaut. Umfangreiche Navigations- und ECM-Ausrüstung vervollständigt das Avionikpaket.

 

Bewaffnung

Bis auf die Trainer und die Mirage 2000N verfügen alle Versionen über 2 30-mmBordkanonen. Zusätzlich kann eine beliebige Beladung an diversen Luft-Luft und/oder Luft-Boden Waffen incl. der ASMP mitgeführt werden.

 

Frankreich verfolgt mit der Mirage 2000 ein sehr interessantes Konzept, bei dem nicht eine Version für viele Aufgaben eingesetzt wird, sondern eine gemeinsame Grundkonstruktion an verschiedenste Einsatzszenarien angepasst wird.

 

Versionen

Mirage 2000 (A) -einsitziger Prototyp
Mirage 2000B -zweisitziger Trainer
-Triebwerk M53-5
Mirage 2000BG -vier Mirage 2000B für Griechenland
Mirage 2000BM -vier Mirage 2000B für Ägypten
Mirage 2000C -einsitzige Serienversion
-nach der 38. Maschine Umstellung auf RDI und M53-P2
Mirage 2000D -für den Bodeneinsatz optimierte Version
-Einsatz von konventionellen Waffen oder ASMP möglich
-Doppelsitzer
-Radar Antilope 5
Mirage 2000DAD -sechs Mirage 2000B für VAE
-Triebwerk M53-P2
Mirage 2000DP -Mirage 2000B für Peru
-Triebwerk M53-P2
Mirage 2000E -Exportversion der Mirage 2000C
Mirage 2000DAD -Sonderversion der Mirage 2000E für VAE
Mirage 2000EAD -Sonderversion der Mirage 2000E für VAE
Mirage 2000EG - Sonderversion der Mirage 2000E für Griechenland
Mirage 2000EJ -doppelsitzige Mirage 2000E für Jordanien
Mirage 2000EM -Mirage 2000C für Ägypten
Mirage 2000H -Exportversion für Indien
Mirage 2000N -für den Einsatz der ASMP optimierte Version
-Doppelsitzer
-Radar Antilope 5
Mirage 2000P -Mirage 2000C für Peru
Mirage 2000RAD -Aufklärungsversion der Mirage 2000RAD für VAE
Mirage 2000S -Exportversion für Strike Einsätze
Mirage 2000TH -zweisitziger Trainer für Indien
-Ausrüstung wie Mirage 2000H
Mirage 2000-5 -Mehrzweckversion
-Cockpit der Rafale
-Radar RDY

 

 

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