|
|
|
|
MiG-31 Foxhound In den 70'er Jahren erkannte man
in der Sowjetunion, dass die Ausstattung der Luftverteidigung mit leistungsfähigen
Abfangjägern mehr als dürftig war. Zwar hatte man die mächtige MiG-25, aber diese war,
wie alle anderen Typen auch, von einer Leitstation am Boden abhängig, und musste
zum Ziel
geführt werden. Außerdem war es nicht möglich, tief fliegende Eindringlinge wirksam zu
bekämpfen. Darum beschloss man sich zur Entwicklung eines leistungsfähigen
Langstreckenjägers. Das MiG-Konstruktionsbüro nahm dazu die Basiskonstruktion der MiG-25
und überarbeitete sie komplett. Trotz sehr großer Ähnlichkeit beider Typen kann man die
MiG-31 als Neukonstruktion bezeichnen. Der Auffälligste Unterschied zur Foxbat dürfte
wohl das 2-Mann Cockpit sein. Durch den Einbau stärkerer und sparsamerer Triebwerke,
sowie von größeren Tanks, welche durch strukturelle Veränderungen im Zusammenhang mit
den neuen Triebwerken im Rumpf untergebracht werden konnten, wurden sowohl die
Flugleistungen erhöht als auch der Treibstoffverbrauch gesenkt. Durch Luftbetankung
lässt sich die Reichweite weiter ausdehnen und Maximalflugdauer von zehn bis zwölf
Stunden erreicht werden. Die bei der Foxbat an den Flächenenden angebrachten Behälter,
welche sowohl zur Vermeidung von Flatterbewegungen als auch zur Unterbringung von
Avioniksystemen dienten, entfielen zugunsten von Vorderkantenklappenerweiterungen. Die
Foxhound ist in gewisser Weise für Luftnahkämpfe geeignet.
Zur selbstständigen Zielaufklärung benutzt die MiG-31 ihr völlig neu entwickeltes
Radar. Meist werden die Maschinen im Verbund von vier oder acht Flugzeugen eingesetzt.
Dabei werden die Sensoren der einzelnen Maschinen gekoppelt, jeder Pilot/WSO erhält auf
seinem Display ein Radarbild aller zusammengeschalteten Maschinen. Der Vorteil liegt
darin, dass dieses Vorgehen relativ sicher vor ECM-Maßnahmen ist und sich ein
Suchkorridor mit einer Breite von über 900 km abdecken lässt. Die Foxhound ist die erste
in Serie gefertigte Maschine der Welt, die ein elektronisch gesteuertes Radar mit einer
festen Antenne benutzt. Der Erstflug der MiG-31 fand am 16.09.1976 statt und ab 1979 gingen insgesamt 200 Maschinen in den aktiven Truppendienst über.
Cockpit Avionik
Zur Ausrüstung gehört auch ein unter dem Cockpit versenkbar angebrachtes IRST sowie ein Radarwarnempfänger und ein ECM-System. Digitale Funkverbindung innerhalb des Schwarms (4 Flugzeuge) APD-518
Navigationsanlage
Bewaffnung
|