MiG-29 Fulcrum

 

Noch nie haben sich zwei Flugzeugkonstruktionen so sehr geähnelt wie die MiG-29 und die SU-27. Während sich der Entwurf des Suchoi Konstruktionsbüros auf einen reinen Luftüberlegenheitsjäger beschränkte, wurde die MiG-29 als Mehrzweckjäger für die Frontfliegerkräfte entwickelt. Sie sollte nicht nur die F-15 abfangen können, sondern auch gezielt Bodenangriffe fliegen können. Dem Entwurf nach war sie, ebenso wie die amerikanische F-16 als Leichtjäger konzipiert, jedoch legte man mehr Wert auf Überlebensfähigkeit und Robustheit. Die MiG-29 kann von Behelfspisten in Frontnähe starten und verfügt über zweit Triebwerke, die wegen der Vermeidung möglicher, bei Triebwerkstreffern auftretender Kolalateralschäden, möglichst weit auseinander liegen.

Das Projekt wurde kurz nach Indienststellung der amerikanischen F-15 im Jahre 1974 begonnen. 1983 begann die Truppenerprobung und kurz darauf die Serienfertigung.

 

Cockpit
Das für sowjetische Verhältnisse recht aufgeräumte Cockpit befindet sich unter einer zweiteiligen Kanzel. Bis auf das Radar und ein HUD kommen nur herkömmliche Rundinstrumente zum Einsatz. Neueste Versionen können aber auch mit einem Teilglascockpit mit diversen MFD's ausgerüstet werden.

Avionik
Als Radar kommt das im Westen unter der Bezeichnung "Slot Back" bekannte N-109 zum Einsatz. Dieses ist mit dem APG-65 vergleichbar, mit einigen Abstrichen in Sachen Leistung. Ein großer Vorteil der MiG-29 ist das IRST mit integriertem Laserentfernungsmesser, welcher Ziele findet und aufschaltet. Zieldaten werden auf HUD und HMD dargestellt.

Bewaffnung
sechsläufige 30-mm Bordkanone, diverse Luft-Luft und Luft-Boden Waffen

 

Die MiG-29 soll, neben der Su-27 und deren Abarten, das derzeit wendigste Kampfflugzeug im Einsatz sein. Das und ihr vergleichsweise niedriger Preis führten zu ihrer weiten Verbreitung. Ihre großen Schwächen liegen aber in ihrer relativ schwachen Avionikausrüstung und ihrem doch relativ niedrigen Entwicklungspotential. Gegen einen Einsatz als Eurofighter sprechen außerdem das völlig andere russische Logistikkonzept und die mögliche Abhängigkeit von einem politisch recht unstabilen Partner.

 

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