MiG-25 Foxbat

Zu Beginn der 60'er Jahre war in den USA die XB-70 Valkyrie in der Entwicklung. Um diesem Mach 3 Bomber den Weg zum Herz von Mütterchen Russland zu verwehren, begann man in der Sowjetunion mit der Entwicklung der MiG-25. Zwar wurde die Entwicklung der XB-70 eingestellt, nicht aber die der Foxbat, ganz im Gegenteil. 1967 wurde sie dann der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der einzige Zweck der MiG-29 war es, sehr schnell einem Luftziel entgegenzufliegen. Die sehr große Geschwindigkeit sollte in großen Höhen und über sehr weite Strecken gehalten werden. Das Ergebnis war ein Jäger, der praktisch nur aus zwei gigantischen Triebwerken und einer kleinen Fläche bestand. Die kleinen Tragflächen beschränkten aber seine Eignung zum Kurvenkampf auf ein Minimum. Davon wusste man aber im Westen nichts. Hier galt die MiG-25 lange Zeit als Mutter aller Jäger und jagte vielen Generälen einen kalten Schauer über den Rücken. Dieses änderte sich erst am 06.09.1976, als Leutnant Viktor Belenko sich mit einer Foxbat nach Japan absetzte. Diese wurde hier komplett zerlegt und untersucht, bevor sie an die Sowjetunion zurückgegeben wurde.

Die MiG-25 ist nicht in der Lage selbstständig Luftziele zu entdecken. Sie ist immer auf Unterstützung einer Bodenleitstelle angewiesen. Auch kann die Zielbekämpfung nur in großen Höhen stattfinden, da die Foxbat erstens keine Möglichkeit hat mit ihrem Radar tieffliegende Ziele zu bekämpfen und zweitens die Geschwindigkeit im Tiefflug nur maximal 950 km/h beträgt.
Die Maschine wurde fast vollständig aus Stahl gefertigt, da bei Geschwindigkeiten von Mach 3 enorme Temperaturen im und am Flugzeug entstehen.

 

Cockpit
Das Cockpit wurde fast völlig in die Wanne integriert, um einen möglichst geringen Luftwiderstand zu erhalten, dadurch hat der Pilot aber kaum Rundumsicht, welche er bei solch hohen Geschwindigkeiten aber auch kaum benötigt.

Avionik
Das Hauptradar "Fire Fox" besticht durch seine gigantische Leistung von 800 Watt. Damit ist es in der Lage, Störstrahlungen zu durchdringen und Ziele bis auf Entfernungen über 90 km zu verfolgen. Eine ECM-Anlage vervollständigt die insgesamt dürftige Ausrüstung.

Bewaffnung
Luft-Luft Raketen der Typen AA-5, AA-6, AA-7, AA-8

 

Die MiG-25 wurde auch als Höhenaufklärer eingesetzt. Heute gilt sie aber als völlig veraltet und wird durch moderne MiG-31 und Su-27 Versionen ersetzt.

 

Versionen

MiG-25P -erste Serienversion
-„FoX Fire"Radar (SMERTSCH-A)
MiG-25PD -ab 1978
-Triebwerke R-15BD-300
neues Radar „SAPFIR-25"
MiG-25PDS -auf den Stand der MiG-25PD kampfwertgesteigerte MiG-25P
MiG-25MP -grundlegend überarbeitete Version der MiG-25
-später in MiG-31 umbenannt
MiG-25R -ab 1969
-Aufklärerversion
-Einbau von Kameras, einer Funkaufklärungsanlage
MiG-25RB -ab 1970
-Aufklärungsbomber
-Transport der Bomben unter den Tragflächen
-Waffenlast 5.000kg
MiG-25RBK -ab 1972
-Aufklärungsbomber
-auf EloKa spezialisiert
MiG-25RBS -ab 1972
-Aufklärungsbomber
-Seitensichtradar „Sablja"
MiG-25RBV -ab 1978
-Aufklärungsbomber
-Umrüstversion der MiG-25RB
-EloKa
MiG-25RBN -Aufklärungsbomber
-Umrüstversion der MiG-25RB
-Nachtluftbildaufklärung
MiG-25RBT -ab 1978
-Aufklärungsbomber
-EloKa
MiG-25RBSch -1981
Aufklärungsbomber
-Einbau des neuen Radars „Schompol" in MiG-25RBS
MiG-25RBF -1981
-Aufklärungsbomber
-Kampfwertsteigerung der MiG-25RBK
-EloKa
MiG-25BM -ab 1982
-„Wild Weasel"-Version
-verstärkte ECM- und EloKa-Ausrüstung
MiG-25RS -Exportversion der MiG-25R
-Vereinfachte Ausrüstung
MiG-25U -Trainerversion der MiG-25P
MiG-25RU -Trainerversion der MiG-25RB

 

Kampfeinsätze

Aufklärungseinsäötze im nahen Osten, über dem Iran und Afghanistan. Dabei ging eine Maschine über dem Iran durch HAWK LFK verlohren.

1991 Irak -Verluste: zwei MiG-25P
-Abschüsse: eine F/A-18

 

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