Die Wahl eines Jagdflugzeugs
für die europäische Luftverteidigung im nächsten Jahrhundert viel nicht leicht, und
wenn man sich die hier aufgelisteten Kandidaten ansieht, so erkennt man schnell,
dass es
sich hierbei um das "who-is-who" der modernen Kampfflugzeug-Szene handelt. Alle
namhaften Hersteller sind mit ihren neuesten Modellen vertreten. Alle hier vorgestellten
Vertreter, einer ach so tödlichen Zunft, mit Ausnahme der F-22 und der Rafale haben
allerdings einen großen Nachteil: sie werden bereits in Serie gebaut oder sind
Weiterentwicklungen von bereits in Serie gebauten Flugzeugen. Daraus ergibt sich die Frage
nach dem Entwicklungspotential.
Ein anderer wichtiger Gesichtspunkt, den man nicht aus dem Auge verlieren darf, ist der
Finanzfluss. Während ein im Ausland eingekauftes Flugzeug zu einem Totalverlust
erheblicher Finanzen führen würde, fließen beim Eigenbau große Finanzmittel in die
hiesige Volkswirtschaft.
Wo wir gerade bei den Kosten sind. Ein Eurofighter wird den Steuerzahler circa 120 Mio. DM kosten. Das ist auf den ersten Blick eine Menge Geld und wird sicher zu manchem Aufschrei in der Bevölkerung und einem Ruf nach einem „billigeren“ Jäger hervorrufen. Darum hier einige Zahlen zum Vergleich, was man für diverse andere Typen bezahlen dürfte:
Rafale: 220 Mio DM
F-22: 377 Mio DM
F/A-18: 120 Mio DM
F-15: 180 Mio DM
Lediglich die Gripen und die Vertreter aus dem wilden Osten sind preislich günstiger. Dieses sind aber nur die reinen Stückkosten, Betriebskosten sind hierbei nicht eingerechnet.