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JAS 39 Gripen
Schweden ist eines der wenigen Laender dieser Erde, welches sich in Sachen Luftverteidigung völlig auf die eigene Industrie stützt. Ein Hauptgrund dafür ist ein amerikanisches Wirtschaftsembargo aus dem Jahre 1940, welches es Schweden damals nicht gestattete, sich zu beginn des 2. WK ausreichend mit Rüstungsgütern einzudecke Nach dem 2. Weltkrieg wollte man diesen Fehler nicht wiederholen und baute Flugzeuge und Panzer in Eigenregie. Die Firma Saab bildet dabei den Mittelpunkt der Flugzeugproduktion. Die Entwicklung der Gripen begann bereits im Jahre 1980, als sich die J 37 Viggen gerade in der Einführung befand. Die Primärrolle besteht in der Abfangjagd und sekundär im Bodenangriff. Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin ist sie damit ein echtes Mehrzweck-Kampfflugzeug. Im Jahre 1982 wurden die Entwicklungsverträge unterzeichnet und 1988 erhob sich der erste Prototyp zum Erstflug. Das Flugprogramm hatte sich wegen finanzieller Schwierigkeiten und Problemen mit der Flugsteuerung verzögert. Diese Probleme führten auch zum Absturz des ersten Prototypen. Dies führte zu weiteren Verzögerungen, so das die erste Maschine erst 1993 an die schwedische Luftwaffe übergeben werden konnte. Die Auslieferung soll 2002 abgeschlossen sein. Als Antrieb kommt eine verbesserte Version des F404 von General Electric zum Einsatz, welches es der Gripen ermöglicht, in jeder Höhe schneller als der Schall zu fliegen. Die Gripen ist der erste serienmäßig hergestellte Entenflügler, der um die Querachse instabil ausgelegt ist, was ihr aber eine ausgezeichnete Wendigkeit verleiht. Das Flugzeug ist um die Hälfte kleiner als sein Vorgänger, kann aber die gleichen Lasten tragen und zeigt bessere Flugleistungen. Ausschlag gebend dafür ist die sehr robuste Zelle, welche die geforderten Bruchlast-Grenzwerte sogar um 1/3 übertraf. Sowohl der aerodynamische, wie auch der induzierte Widerstand des Flugzeugs ohne Außenlasten unterschritten die erwarteten Werte um 10 %.
Cockpit Avionik Bewaffnung
Die Jas 39 Gripen stellt ein sehr kostengünstiges und leistungsstarkes Flugzeug dar und durfte im Export sehr attraktiv für kleinere Armeen sein. Als Eurofighter kam sie nicht in Frage, da sie zu klein ist, zu wenig Waffen transportieren kann und mit nur einem Triebwerk sehr anfällig gegen Beschussschäden ist.
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