IRIS-T

Typ: Kurzstrecken IR-Luft-Luft-Rakete

Infra-Red Imaging Seeker-Tail control

Die IRIS-T soll der zukünftige Luft-Luft Lenkflugkörper kurzer Reichweite der Bundeswehr werden und neue Maßstäbe setzten. Sie soll den über 50 Jahre alten Sidewinder Lenkflugkörper ablösen.
Die beiden großen Neuerungen sind der Suchkopf und die Schubvektorsteuerung. Der IR-Suchkopf der Rakete kann einen extrem großen Bereich vor der Waffe absuchen. Der Antrieb erfolgt über einen Raketenmotor, welcher als Stern/Zylinderbrenner aufgebaut ist. Damit erreicht er einen höheren Gesamtimpuls als die Sidewinder. In der Schubdüse sind bewegliche Flächen angeordnet, die dem Abgasstrahl eine bestimmte Richtung geben. Durch diese Schubvektorsteuerung, in Verbindung mit dem Suchkopf ist es der Rakete möglich, in extremen Nahkampfsituationen Ziele aufzuschalten und dann auch zu treffen. Der Flugkörper ist dafür für Querbeschleunigungen bis 60g ausgelegt und er kann diese selbst bei Anstellwinkeln über 60° erreichen.
Die Zündung des 9 kg schweren Splittergefechtskopfes erfolgt mittels Radar-Annäherungssensor.
Die Steuerung der Rakete erfolgt sowohl über die Steuerflächen als auch über die im Abgasstrahl angeordneten 4 Flächen. Der Suchkopf ist 90° in jede Richtung schwenkbar und eine „intelligente“ Steuerungselektronik gewährleistet eine hohe Störunanfälligkeit.

Das Programm wurde 1998 gestartet und soll bis 2002 abgeschlossen sein. Außer Deutschland, das mit 46% die Projektleitung besitzt, sind noch Italien (19%), Schweden (18%) und Griechenland (13%) beteiligt. Diese Internationalisierung dient nicht nur der Kostenteilung, sondern sichert später auch Absatzmärkte für die Waffe.

 

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