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F-15
Eagle
Die F-15 ist ein
typisches "Panikflugzeug" aus den Zeiten des kalten Krieges. Nachdem die
UdsSR
im Jahre 1967 die erste Version der MiG-25 vorstellte und mit ihr kurz darauf diverse
Geschwindigkeits- und Höhenrekorde eroberte, bekamen es die Strategen in Washington mit
der Angst zu tun. Die MiG-25 war ein riesiger Abfangjäger, angetrieben von 2 mächtigen
Triebwerken, welche es ihr erlaubten, schneller als jedes andere Flugzeug zu fliegen und
zu steigen. Das sie auch einige gravierende Schwächen hatte, konnte man im Westen nicht
wissen, und so entstand der Mythos MiG-25 Foxbat. Das leistungsfähigste Kampfflugzeug,
welches sich damals im Truppeneinsatz in den Nato-Staaten befand, war die F-4 Phantom II.
Sie hatte sich in Vietnam als robust und zuverlässig erwiesen, war aber auch schon in die
Jahre gekommen, von den Leistungen einer Foxbat ganz zu schweigen. Daraufhin startete die
US Air Force einen Konstruktionswettbewerb, welchen die Firma McDonnel Douglas 1969
gewann. Schon 1972 wurde der erste Prototyp vorgestellt, 1975 begann die Auslieferung der
ersten Maschinen.
Die "Eagle" wurde als 100%-Luftüberlegenheitsjäger entwickelt. Niemals sollte
sie eine Bombe auf ein Bodenziel werfen dürfen. Von der Auslegung her ähnelt sie der
"Foxbat". 2 große Triebwerke für extremen Schub, 2 Seitenleitwerke für bessere
Manövrierbarkeit in Grenzbereichen. Die beiden F100-PW-100 Triebwerke bekommen ihre Luft
durch zwei sehr große, kastenförmige Lufteinlässe. Die F-15 war niemals für einen
Luftnahkampf gedacht. Ihr Tragwerk war für hohe Geschwindigkeit und starke Steigleistung
ausgelegt, nicht für Manövrierbarkeit. Sie ist der MiG-25, was Geschwindigkeit und
Steigleistung ebenbürtig, wenn nicht sogar, was die Steigleistung angeht, überlegen. Der
entscheidende Vorteil der "Eagle" liegt aber nicht allein in ihrer strukturellen
Beschaffenheit, sondern auch in ihrer Ausrüstung.
Cockpit
Es ruht unter einer erhöht anbrachten dreiteiligen Glaskanzel, welche dem Piloten
ausgezeichnete Sichtverhältnisse einräumt. Die Instrumentierung ist für die damalige
Zeit typisch, ein Mix aus "Uhren" und MFD's. Eine wirkliche Neuerung war das
HOTAS-System (Hands On Thottle And Stick), wobei viele oft benötigte Funktionen über die
beiden Steuerhebel verteilt sind, und es dem Piloten so erlauben, sie zu erreichen, ohne
einen der beiden Sticks loszulassen.
Avionik
Der Hauptsensor der F-15 ist das Hughes APG-63-Multimode-Impuls-Doppler-Radar (inzwischen
APG-70). Mit diesem, fast ausschließlich für die Luft-Luft-Rolle entwickelten Radar,
kann die F-15 Ziele auf Entfernungen bis zu 160 km erfassen. Bei kürzeren Entfernungen
ist die Erfassung von 15 m über dem Boden fliegenden Zielen möglich. Es verfügt
allerdings auch über einige Luft-Boden-Modi, etwa Bodendarstellung oder
Entfernungsmessung.
Zur weiteren Ausrüstung gehört das von Northrop entwickelte
ALQ-135(V)-Täusch-/Störgerät, welches Bedrohungen erkennen, klassifizieren und mit
entsprechenden Gegenmaßnahmen bekämpfen kann. Ein digitaler Radarwarnempfänger gehört
ebenfalls zur Ausrüstung. Falls nötig können noch weitere elektronische Geräte zur
Zielerfassung oder als Gegenmaßnahmen, extern mitgeführt werden.
Bewaffnung
M-61 Vulcan 20-mm Bordkanone, AIM-9 Sidewinder, AIM-7 Sparrow, AIM-120 AMRAAM
All diese Merkmale
machen die F-15 Eagle zu einem der besten Luftüberlegenheitsjäger dieser Welt. Als
nachteilig erwiesen sich ihre Schwächen im Luftnahkampf, das durch die fast 30 Jahre
zurück liegende Entwicklung als sehr gering einzuschätzendes Entwicklungspotential,
sowie die Tatsache, dass die Produktion in den USA eingestellt wurde, und man dort dabei
ist, einen Nachfolger (F-22) in die Truppe einzuführen. Als Eurofighter eignet sie sich
aus diesen Gründen also recht wenig.
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