A-10 Thunderbolt II

Als Deutschland am 01.09.1939 Polen überrannte, war das nicht zuletzt ein Verdienst der Ju-87. Diese vermochte es sehr präzise Punktziele zu Treffen und gegnerische Panzerkolonnen in rauchende, glühende Stahlklumpen zu verwandeln. Das Prinzip war so wirkungsvoll, dass es von mehreren Ländern kopiert wurde. Die Sowjetunion war dabei mit ihrer IL-2 besonders erfolgreich und übertraf das Original sogar. Auf Seiten der westlichen Alliierten war man weniger erfolgreich und stellte weitere Versuche nach dem 2.WK auch völlig ein. Man entwickelte lieber schnelle Jäger oder hochfliegende Bomber. Spätestens in Vietnam stellte es sich als sehr gravierender Fehler heraus. Es befand sich kein Flugzeug im Bestand der US Air Force, das sich effektiv zur Abriegelung des Gefechtsfeldes über einen längeren Zeitraum dienen könnte. Der Bedarf war so groß, dass sogar die alte A-1 Skyraider wieder aus der Versenkung geholt wurde und sehr gute Dienste leistete.

Ein weites Problem, dem man sich Stellen musste, waren die ungeheuren Panzermassen des Warschauer Paktes, die im Falle einer Konfrontation Westeuropa überrennen würden. Die Lösung beider Probleme lag im Schlachtflugzeug des 2.WK, stark verbessert und leider nicht mehr Junkers, versteht sich. Das Ergebnis war eines der hässlichsten Flugzeuge der Neuzeit. Wer allerdings schon einmal von seinem Panzer aus eine Rotte A-10 über sich kreisen und Zielübungen fliegen sah, hat eine kleine Vorstellung von den Möglichkeiten des "Warzenschweins" bekommen. Sie ist eines der wendigsten Flugzeuge über dem modernen Gefechtsfeld, aber auch eines der langsamsten. Dieses nutzt die A-10 aber zu ihrem Vorteil. Sie verbringt so zwar eine lange Zeit über dem Gefechtsfeld und damit auch eine ziemlich lange Zeit im Schussfeld der gegnerischen Fliegerabwehr, sie hat aber so länger Zeit zum Zielen und kann in einem Überflug mehrere Ziele bekämpfen. Durch die sehr guten Manövriereigenschaften kann sie hinter Bäumen und Gebäuden Deckung finden und so ein ähnliches Flugprofil nutzen wie ein Hubschrauber. Da Treffer aber trotzdem unvermeidlich sind, wurde die A-10 sehr stark gepanzert.

Angetrieben wird die A-10 von zwei TF34-GE-100 Triebwerken. Sie sind sehr hoch angeordnet, wodurch der heiße Abgasstrahl durch das Leitwerk nach unten hin teilweise verdeckt wird und sie außerdem bei Starts von schlechten Pisten oder bei extremen Tiefflügen keinen Kontakt mit diversen Festkörpern bekommen. Diese sehr sparsamen Triebwerke sind es auch, die es der A-10 sehr lange im Sparbetrieb mit einer relativ hohen Waffenlast unmittelbar hinter der Front zu kreisen und auf Auftrage zu warten. Das beeindruckendste an der A-10 ist aber ihre Bordkanone. Einige sagen, die Thunderbolt II wäre um die 6,71 m lange Gattling Kanone herumgebaut wurde. Die Kanone verschießt Sprengbrand- oder panzerbrechende Munition mit einem Gewicht von über 900g pro Geschoss mit einer Feuergeschwindigkeit von 2100 oder 4200 Schuss pro Minute. Damit ist sie in der Lage jeder Panzerbesatzung den Tag zu versauen. Selbst gegnerische Hubschrauber sind vor ihr nicht sicher und wehe dem überheblichen Jagdflieger, der sich in einem unübersichtlichen Gelände auf eine Kurbelei mit einer A-10 einlässt.

 

Cockpit
Das Cockpit der A-10 ist recht schlicht gehalten und ist nicht mit anderen Flugzeugen ihrer Zeit vergleichbar. Einzig das HUD und der Bildschirm rechts zur Anzeige der Maverick-Bilder erinnern einen daran, in einem modernen Flugzeug zu sitzen.

Avionik
Der Hauptsensor ist ist ein "Pave Penny" Anbaubehälter, der von Zielen reflektierte Laserstrahlen auffängt und die Zieldaten an die Mavericks weitergibt. Es wird aber ein Zielmarkierer am Boden oder in der Luft benötigt, selbst kann das die A-10 nicht. Als Gegenmaßnahmen verfügt die A-10 über AN/ALQ-131 ECM Pot an einer Aufhängung unter den Tragflächen.

Bewaffnung
GAU-8/A Avenger 30 mm Gattling-Bordkanone, diverse Luft-Boden Waffen

 

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